Die Republik Aserbaidschan, welche sich am östlichen Rand des sogenannten Südkaukasus befindet, stellt weltweit eine der ältesten industriellen Produktionsstätten von fossilen Energieträgern wie beispielsweise Öl und Gas dar. Sogar im frühen Mittelalter galt das als „Griechisches Feuer“ bezeichnete sowie verwendete Erdöl als essentielles und unentbehrliches Exportprodukt in den Gebieten rund um die aserbaidschanische Halbinsel Abşeron.

Doch Öl und Gas waren nicht nur dazu da, als angesehene Bereicherung des kaiserlichen Schatzamtes zu dienen, sondern erfuhren zudem, vor allem als unersetzlich geltende Kultstätten, eine herausragende Wichtigkeit im Rahmen der damaligen zoroastrischen Religionslehre. Sogar heute noch ist es möglich, vorhandene Überreste der alten zoroastrischen Gebäude, Tempel und Kultstätten zu finden – dies vor allem in Bezirken, Regionen und Gebiete, die sich durch natürliche Erdgasemissionen auszeichnen.

Nach der Islamisierung der Republik Aserbaidschan erlangten die Ölfelder Abşerons als Quelle und Ursprung des allgemein finanziellen Wohlstandes herausragende Bedeutung sowie Berühmtheit. Infolgedessen erklärte man sie zum Besitztum der religiösen Stiftungen, wodurch sie in erheblichem Maße zu ihrem alleinigen Erhalt, Bestehen und Aufschwung beitrugen.

Aserbaidschans industrielle Produktionsstätten von fossilen Energieträgern wie Öl und Gas florierten. So kam es, dass das Bakuer Revier den US-amerikanischen Ertrag an Förderungen im Jahre 1898 überholte; Folge: Das Bakuer Revier meisterte sich als größtes Erdölfördergebiet weltweit – und das, obwohl fünf Jahre zuvor, nämlich 1893, noch mehr als die Hälfte, d.h. genau genommen 51 Prozent, der Weltförderung auf die USA entfielen. Die Republik Aserbaidschan erreichte in Sachen Erdölförderung die Blüte ihres Schaffens. So versorgte Aserbaidschan sogar den westeuropäischen Markt, wodurch ein harter Konkurrenzkampf mit US-amerikanischen Exporteuren entfachte.

Aserbaidschan wurde am 28. Mai 1918 zur Aserbaidschanischen Demokratischen Republik (AXC) ernannt. So gelang es auch, endlich als Subjekt des Völkerrechts de facto seitens der allgemeinen Weltgemeinschaft geachtet sowie auch als solches offiziell anerkannt zu werden. Folglich pflegte Aserbaidschan auch diplomatische Beziehungen mit Ländern wie u.a. Ukraine, Georgien, Türkei und Litauen.

Weitere wichtige Eckdaten:

  • 30. Dezember 1922: Aserbaidschan wird als Aserbaidschanische SSR und Teil der Transkaukasischen SFSR ein Gesamtteil der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken (UdSSR)
  • 18. Oktober 1991: Aserbaidschan erlangt mithilfe der Volksfront-Partei Aserbaidschans seine Unabhängigkeit von der Sowjetunion.